Abschiednehmen braucht Zeit … Herbststimmung. Zeit für Selbstreflektion.

der Herbst hält Einzug

der Herbst hält Einzug

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

lange Zeit habe ich nichts von mir hören lassen. Zum Einen war zu Hause mein Internet für Wochen nicht einsatzbereit, denn nach jeweils 5 Minuten in Betrieb hörte es auf und blieb für den restlichen Abend stumm. Nach zähen Verhandlungen und einem Providerwechsel ist dies Problem wieder behoben.

Ja, es ist nervig fast 8 Wochen kein Internet zu haben, aber es ist auch nicht wirklich schlimm oder lebensnotwendig. Das habe ich auch gemerkt. Natürlich schreibe und lese ich gerne im Web, aber auch das verliert irgendwann völlig an Bedeutung.

Wann? Zum Beispiel, wenn es wirklich Abschiednehmen heißt. Abschiednehmen von einem geliebten Menschen. Abschied von einem sehr wertvollen und bemerkenswerten Menschen. Abschied von einem jungen Menschen.

Sie war erst 35 Jahre jung. Sie wollte leben, genießen, teilen, sich freuen, Pläne schmieden, Gutes tun, reisen, lesen, Denkanstöße geben,  von der Hoffnung reden. Sie hatte viele Ideen und Träume. Wie die meisten von uns. Und doch kam alles anders. Nach langer Krankheit und nach schwerem Leiden ist sie ihre letzte Reise angetreten. Eine Reise in eine bessere Welt. Ohne Schmerzen, Herzeleid, Trennung, Not und Krankheit. Diese Gewissheit, dieser Glaube hat sie in dieser  leidvollen Zeit getragen und Halt gegeben. Eine Sicherheit über eine ewige Bestimmung. Das kostbare Geschenk hatte sie bereits hier auf dieser Welt erhalten. Sie wusste, wohin sie gehen würde.

„Es gibt ein Land wo keine Tränen, wo keine Not noch Angst wird sein. In diesem Land bin ich geborgen, für alle Zeit ein Bürger werde ich sein. Oh herrliches Land, einst werde ich sehen, Dich Himmelslicht am gold’nen Strand.“  Dieses Lied hat sie gerne gesungen und gespielt – mit seliger Gewissheit.

Abschiednehmen fällt schwer. Zum Glück habe auch ich eine feste Zuversicht und einen tiefen Glauben mit der Gewissheit, dass wir uns wiedersehen werden. Eines Tages dort, wo die Sonne nie mehr untergeht, kein Herbst Einzug hält, wo das Wort Trennung ein fremdes Wort ist.

Wofür, für wen, für was, leben wir? Was ist unser Ziel, was sind unsere Aufgaben, was unsere Pflichten?

Ich glaube jeder Mensch bekommt von Gott Denkanstöße und Aufgaben in den Weggestellt. Sehen wir genau hin? Hören wir zu? Oder gehen wir in der Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft unachtsam weiter ?

Kaufen wir die Zeit aus? Oder hat die Zeitvergeudung durch eigentlich wertlose Tätigkeiten und Suchen überhandgenommen?  Wieviel Zeit jeder hier auf der Erde geschenkt bekommt kann niemand voraussagen.  Wir sollten uns nur durchaus bewusst sein und bewusst leben, dass unsere Zeit hier endlich ist. Früher oder später. Und was kommt dann?

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